ERP Marktrecherche

Der Fortsetzungsgeschichte zweiter Teil
Sie haben die Potentialanalyse der letzten Ausgabe hinter sich gebracht? Sie wissen nun wo Sie mit Ihrer ERP Lösung stehen und wo Sie hin möchten? Wir dürfen für diesmal davon ausgehen, dass das Ergebnis lautet:

Ein neues System muss her!
Wie kommt man nun zur richtigen Lösung? Jeder der sich ein wenig damit auseinandersetzt merkt rasch, dass es mehr als die „paar üblichen Verdächtigen“ und auch wesentlich mehr als die auf einer IT-Messe vertretenen sind, gibt. Sie wollen wissen wie viele? Die Datenbank auf 3030www.it-matchmaker.com führt mehr als 1.500 Business Software Lösungen – NUR im D-A-CH Raum!

Die möglichen Extremreaktionen
„Oh Gott! Wenn das so ist, dann nehmen wir halt eines von den Großen beim Nächstbesten und das wird schon passen!“. Andere schauen sich so gründlich um, dass sie das über Jahre hinweg tun. Mit jedem gesehenen System steigen die Anforderungen und keines wird je diese Traumbild  erfüllen können. 

Wir brauchen eine sinnvolle Longlist!
Von den 1.500 Lösungen auf IT-Matchmaker basieren ungefähr 400 auf SAP. Noch einmal so viele auf den Microsoft Dynamics Plattformen und dann gibt es noch zahlreiche namhafte und solide Lösungen. Eine sinnvolle Longlist zu erstellen ist an und für sich keine Hexerei mit dem richtigen Werkzeug und einem Berater, der damit umgehen kann. Meinen gebe da die Hausaufgabe, damit sie verstehen wie diese Plattformen funktionieren und auch wie unterschiedlich die Berater „ticken“: Sie sollen nach Plattformen suchen auf denen ERP-Systeme gefunden werden können.

Hausaufgabe „Plattformsuche“
Jeder der eine Suchplattform betreibt will damit Geld verdienen. Für Suchende ist es deshalb wesentlich zu verstehen, WOMIT und WIE verdient die Plattform? Es gibt einige (zumeist in den Niederlanden gehostet) die an die kostenlos registrierten Anbieter jede Kontaktadresse weiterverkaufen. Die Anbieter zahlen einen geringen Betrag und bekommen … RICHTIG! Oft auch ungefiltert geringe Qualität in großer Menge „ERP für Donald Duck“. Auf Sie als Anwenderunternehmen kommt dann ein Massenansturm von Anbietern daher. Andere Plattformen verlangen eine hohe Registrierungs- und Jahresgebühr von den Anbietern. Was dazu führt, dass dort die vertretenen Anbieter die Großen sind die sich das leisten können. Zumeist dieselben, die auch auf Messen vertreten sind. Aber es gibt auch Modelle, die für Anbieter und Anwender Qualität vor Quantität sicherstellen. Wenn Sie mehr über Suchplattformen wissen möchten, kontaktieren Sie mich einfach.

Das erste Sieb ist grobmaschig!
In meinen Projekten mache ich als erstes eine grobe Vorselektion im IT-Matchmaker und eine Recherche bei meinen Kollegen – bei Trovarit beschäftigen sich mehr als 30 Berater nur mit Business Software! Die recherchierten Anbieter erhalten über das Auswahlportal einen Request for Information mit den Kernanforderungen des Projektes. Die 30-60 Fragen sind mit sehr geringem Aufwand von allen Anbietern rasch beantwortbar. Die Fragen im RfI können branchenspezifische Funktionen sein, technologische wie nach Serverbetriebssystem XY aber auch geographische Verfügbarkeiten (Sprachen wie Finnisch), Abbildung mobiler Geschäftsprozesse mit Tablets, Referenzen u.ä.. Auf jeden Fall muss es damit den Anbietern möglich sein festzustellen, ob seine Lösung passt.

 Nutzen für alle! – Nur nicht für mich J!
… für die Anbieter: Geringer Aufwand in einer Phase wo noch viele Anbieter zur Auswahl stehen. … für den Kunden: Anhand weniger überschaubarer Kriterien kann die Vorauswahl getroffen werden. Nur ich kann da kaum Stunden verrechnen ;-)!
Der Kunde entscheidet aufgrund der Antworten zum RfI welche Anbieter das gesamte Lastenheft erhalten werden.

 Warum der Rfi?
Ausschreibungen bekommen Vertriebler (ICH darf das sagen! War selber einer!) – die sehen „4 Wochen Zeit“, überlesen: „Filtern Sie zuerst die k.O. Kriterien“, werfen das Lastenheft ohne Begleitinformation an die Berater und kümmern sich erst 3 Tage vor Abgabetermin wieder darum. Dann merken sie: „Falsche Branche! Hab gar nix für den Kunden! Hätte ich anhand der k.O.-Kriterein ja schon lange entscheiden können!“ Um nicht dem Chef gestehen zu müssen, dass ein wertvoller Berater Manntage in die sinnlose Beantwortung versenkt hat, wird doch noch ein Angebot hingezaubert und auf die ausschreibende Stelle geschimpft. Dann muss sich noch der Kunde und der Auswahlberater damit beschäftigen und wenn gut gezaubert wurde, dann wird ob des unwiderstehlichen Preises sogar zum Workshop eingeladen. Alles entbehrlicher Aufwand. DARUM der RfI!

In der Winterausgabe reden wir aber wirklich über das Lastenheft!
Ihr Ex-Vertriebler

Michael Schober – Der ERP-Tuner!
PS: Die Ergebnisse der Langzeitstudie ERP-Praxis 2016 liegen vor! Unter
http://www.trovarit.com/erp-praxis/ – Management Summary kostenlos downloaden!

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