Michael Schober

Alterweitsicht – Wurm@Apple!

Steven Jobs wäre heute 65!

Echter Zufall! Der AppleStore@Wien hat mich am 24.2, SEINEM Geburtstag, dazu „inspiriert“ diesen Artikel zu schreiben. „Inspiriert“ – naja passender: Ich war stinksauer! Danke für nichts! Aber jetzt hab ich das Thema. Wäre Steve noch am Leben, hätte er sehr ähnliche Leiden wie ich. Bei der Recherche für den Artikel die Erkenntnis des Geburtstags! Kann das Zufall sein?

42! – Die Antwort auf DIE Frage!
Nein, nicht Douglas Adams, sondern mein Optiker. Es war so rund um meinen 42. Geburtstag als mir mein Optiker die erste Gleitsichtbrille breit grinsend mit „Schauen’s auf ihr Geburtsdatum!“ anfertigte. Proportional zu den Kosten für neue Brillen im 2 Jahresintervall entwickelten sich auch die Einstellungen und Diagonalen meiner Smartdevices nach oben. Mein Arbeitsplatz umfasst mittlerweile zwei 27 Zoll HD-Monitore um Informationen papierlos, gestochen scharf, aber in großer Schrift nebeneinander darstellen und vergleichen zu können. Sehr komfortabel und effizient!

Psion3a/5, WindowsCE, HTC, Iphone4/5s/XR 

Langjährige LeserInnen wissen: Ich bin technologieaffin. Auf dem Psion5 hatte ich schon ein Navi mit externem GPS und tippte darauf schon 1998 ein Reisetagebuch – siehe ERPTuner.net. Meine Geräteliste in der Absatzüberschrift ist eine stark gekürzte! Die Instabilität des HTC sowie die Zufriedenheit von iPhoneusern(-gläubigen?) haben mich so ca. 2012 zum iPhone gebracht, mit dem ich auch bis vor einiger Zeit grundsätzlich zufrieden war und noch bin.

iOS App Store am PC und web tot – “Na und?”
… war der Gedanke als ich die Meldung 2017 das erste Mal las. Bis ich nach Apps für eine bestimmten Zweck suchte – also nicht EINE bestimmte App! Hoppala am großen Monitor is nix! Auch nicht in iTunes! Dann suche ich halt am Telefon. Verärgert darüber nicht mehrere nebeneinander vergleichen zu können begann ich zu recherchieren und fand dann genau wieder obige Meldung sowie auf Apple die Info: „Der App Store ist der beste Ort um Apps zu entdecken“. EINSPRUCH! Es ist:


„Der beste Ort um Apps zu VERstecken!“

Am iPhone suchte ich nur mehr selten nach Apps, und auf 6,1“ geht es ja gerade noch. Außerdem zeigt das iPhone ohnehin NUR iOS Apps. Als meine Laufuhr letzten Herbst, nach 6 Jahren begann irreparabel zu werden dachte ich an Plattformvereinheitlichung und Apple Watch. Ok welche sinnvollen Watch Apps gibt es für mich? Im Webbrowser am PC versucht strukturiert zu suchen (bin ja Techniker!): Bis auf die unstrukturierte Googlesuche ERFOLGLOS! Deshalb erster Besuch im Apple Store: „Wie finde ich auf dem PC Monitor, also Web/itunes nur solche Apps, die auch auf der Watch laufen?“  

„Auf der Uhr nach Apps suchen“ – Häh!?

Ich hab aber noch keine! – Wie soll ich dann entscheiden ob ich eine kaufe? Und da drauf seh‘ ich ja noch weniger? „Wenn Sie die Apple Watch haben, aber erst dann(!), kann man auch auf dem iPhone die Watch-Apps ansehen.“ – Sicherheitsfrage: Und ohne Watch um zu entscheiden ob ich diese überhaupt kaufe? – „Das Geht leider nicht!“. Mit einem Seufzer ging ich wieder. Da die Entscheidung ja fast schon getroffen war, habe ich eine A-Watch S4 bei einem Händler in Wien günstig erworben. Installiert – ja eh ganz gut und clever die Bedienung. So und jetzt wie gelernt: Auf dem iPhone in DIE Watch App und von dort auf den App Store um Watch Apps zu „ENTDECKEN“. Warum ich das herausschreie? Entdecken ist wie „stöbern“ und zeigt nach Sponsoringhöhe irgendwelche Apps, die mich nicht interessieren. Gehe ich am iPhone auf App-Suche komme ALLE iPhone und iPad Apps und man muss bei jeder App einzeln nachsehen, ob sie auch was für die Watch hat. Visual Filter? Hey it‘s 2020! Also wieder zu Apple@Wien.

„Das ist leider so!“
Ich gehe am 24.2 mit Watch und iPhone in den Apple Store Wien. Ich erzähle an der Tür mein Anliegen und warte. Nach 5 Minuten bringt mich eine verApplerin (VA) zu ihrem Kollegen, „der sich da auskennt“, aber noch mit einer Kundin beschäftigt ist. Ich warte neben der echten Wiener Dame zwischen 70 und 80, die nun von beiden VAs „betreut“ wird. Sie möchte ihr iPhone entsperrt haben, hat den Code auf einem Zettel, sieht altersbedingt schlecht und bittet den VA ihr den Code doch nochmals (wie der Kollege letzte Woche) einzugeben und das Gerät zu entsperren. Der VA mit US-Akzent erklärt ihr gefühlt ca. 20 mal, dass SIE das tun muss weil das sind Ihre Daten das darf ER nicht (DSGVO!). Sie fleht ihn ca. 20 mal an, dass das so klein sei und sie es nicht schaffe. Ab dem 15. Ping-Pong steigt beiderseits die Anspannung. Meine auch! Ich wage es zu erwähnen, dass die Dame dasselbe Problem wie ich hat: Auf den kleinen Displays wird es immer mühsamer etwas zu lesen und er möge ihr doch bitte ENDLICH den Code eingeben. Die Dame strahlt mich an “SIE verstehen mich!“

Dear Steve, we really miss you!

Er in leicht aufgebrachtem Denglish sinngemäß: „Vurschrift is Vurschrift!“. Wohl um mich loszuwerden fragt er nach meinem Anliegen. Die befürchtete Antwort: „Das ist leider so! Apps immer nur am jeweiligen Device suchbar!“ – lesen auf 1,7 Zoll Uhr? – Schlechter Scherz! Ich bin verärgert raus – siehe erster Absatz – ob die Dame mehr Erfolg hatte weiß ich nicht.

Ist das im Sinne von Steve? Würde der auf der Watch nach Apps suchen wollen und können, wenn er zwei 39 Zöller und eine Tastatur vor sich hätte? Ich behaupte einmal, dass wir 60+ User in Steve zumindest einen wichtigen Verbündeten hätten – oder es solchen Unsinn gar nicht gäbe!

Lieber AlterskollegInnen macht mit! Klärt die jungen ProgrammiererInnen darüber auf, dass auch sie in unserer Gasse kommen werden. Unaufhaltsam!

PS: Diese Kolumne wurde SICHER NICHT durch Produktplatzierungen unterstützt!

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