Michael Schober

Nicht erholt – DESHALB KEIN ARTIKEL!

Leider ging der Tipp eines Freundes nach hinten los. Der Korsika Urlaub2009 war kaum erholsam. Wohl der Hauptgrund, warum sich ein Auszug aus der Mail an die Vermieterin, aufdrängt:

„Liebe Frau Vermieterin,

schon bald nach der Ankunft wollte ich an sie schreiben, wohl aus Übermüdung habe ich es nicht geschafft – doch der Reihe nach. Jetzt, auf der Fähre Richtung Livorno habe ich Zeit, unseren Korsikaufenthalt für sie zusammenzufassen. Warum? Nun heute früh waren die ersten Worte von Max (8) „fahren wir schon weg?“ – „Ja“ – „endlich!“ (ein Stoßseufzer).

Geschmäcker sind verschieden und was für den einen „traumhaft – immer wieder“ ist für den anderen „grauenhaft – nie wieder!“

Schön war es in Restonica direkt am Fluss

Über die Tage in Ihrem Studio muss ich schon sehr intensiv nachdenken, ob es erholsame Zeiten gab. Vielleicht der Strand zwischen 7 und 9 morgens? Aber wer steht so früh auf und was macht man mit einem 8-jährigen den Rest des Tages? Sicher war August die falsche Zeit, aber einiges hat damit nichts zu tun. Ich lasse den völlig überfüllten Strand (was heißt „nehmen sie bitte ihre Zehen aus meinem Ohr auf Französisch?“ „egal – das sind Italiener! – die Franzosen bohren gerade ihren Schirm in unser Handtuch“) und das Verkehrschaos vor ihrem Haus außen vorbei:

Anreisebeschreibung und letzte Hürden

Hätten die vier Türen Nummern, dann wäre klar wo man das Drei-Schlüssel-drei-Schlösser-Spiel beginnen sollte. Wir „spielten“ bei Licht und ich hatte das Rätsel rasch gelöst. Die in der Nacht angereisten Nachbarn rissen uns zweimal durch heftiges Rütteln an unserer Türklinke aus unserem dürftigen Schlummer (siehe Zombies) was ich beim zweiten mal durch schweißgebadetes Öffnen unserer Tür und den unfreundlichen Hinweis „hier ist nicht ihr Quartier – nein ich weiß nicht wo ihres ist – und ich will jetzt schlafen!“ (wofür ich mich am morgen entschuldigte) kommentierte. Die Nachbarn hatten spätnachts das Schlüsselspiel an der eigenen Tür nicht sofort gelöst und es an unserer Tür versucht.

„Da oben soll ich schlafen!?“

Max beim Betreten des Studios – nach kurzer Begutachtung konnten wir ihm nur beipflichten. Der Wohnbereich wurde ausgeräumt. Max lag dann am Boden. Nach der ersten Nacht und gezählten 17 Mückenstichen auf seinem kleinen Körper hängte ich unser mitgebrachtes Moskitonetz auf. Da er aber immer wieder Beine oder Arme von der Matratze an das Netz legte, stachen die Gelsen ebendort. Spitzenwert in einer Nacht 10 Stiche – alle am Ellbogengelenk.

Das Schlafzimmer

Ihre letzten Informationen verursachten ein mulmige Gefühl: „französisches Bett 140 cm breit“ – ich bin „Drehschläfer“! Bereits in der ersten Nacht wurde es zur grausamen Gewissheit: Die Hitze+stehende Luft+permanentes gegenseitiges Wecken beim Umdrehen+die Füße im Moskitonetz verheddert+die Nachbarn = zwei schlaflose Zombies, die beim Frühstück ernsthafte Abreisegedanken wälzten. Alle restlichen Nächte schlief ich in meiner Hängematte und meine Frau im Schlafzimmer bei weit geöffneter Tür „geschützt“ vor größeren Tieren durch die quergestellte Luftmatratze. Zwar schlaf- aber nicht beziehungsfördernd. Dafür konnte ich von der Hängematte aus den nächtlichen Straßenverkehr genauestens verfolgen! Mein Ausziehen erhöhte zwar den Platz im Bett, die Raumdurchlüftung blieb jedoch unverändert. Auch das tropfende Überdruckventils des Heißwasserspeichers vor dem Fenster dauerte den Rest des Urlaubs an.

Terrasse und Kleintiere am Dach

Das Terrassenlicht ist kaputt – kontrolliert das die Endreinigung? Bei Kerzenlicht haben wir es geschafft nur ein Glas Saft auszuleeren oder im romatischen Schein der LED-Lampe (linke Hand) die Spaghetti aufzugabeln (rechte Hand). Nett waren die Geckos – besonders begeistert hat Max das „Mauserl“, welches über das Dach lief! Uns weniger – es war ein wenig groß und das Schwanzerl ein wenig lang. (ich wurde beauftragt die Kleintierbarrikaden vor dem Schlafzimmer zu befestigen ohne den Luftzustrom zu behindern – das Wellenbrett zusätzlich zur Luftmatratze als Mäuschenbarriere hat gehalten – Mann ist ja Ingenieur!) 

Strandnähe? Ruhige Lage?

Beim diesjährigen 700m Fußweg entlang der täglichen parkplatzschlacht hatte ich mehrmals Angst zerquetscht zu werden. Die Frage zum Pinkeln ins Zimmer zu gehen stellt sich nicht, denn welches Kind weiß schon, dass es in ca. 20 min. Pinkeln werden muss UND würde dafür diesen Weg gehen? Das Wasser war sehr warm! 

Ich schreibe ihnen das alles nicht um mich zu beschweren oder um sie zu ärgern, sondern um ihnen die Möglichkeit zu geben die eine oder andere Verbesserung vorzunehmen. Nur wenn man auch Rückmeldungen erhält kann man etwas verbessern.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen viele zufriedene Gäste – auch wenn alles andere perfekt wäre, so sind wir künftig nicht dabei. Der wundervolle Meerblick hat für uns keine sehr hohe Priorität.

Herzliche Grüße

Michael Schober und Familie

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