Michael Schober

Das Griss‘ um das Wort „Krise“

Fachleute so weit das Auge reicht

Kaum eine Ansprache in den letzten Wochen wo nicht einer oder sogar mehrere Redner mit ihrem Wissen über chinesische Schriftzeichen und griechische Sprachwurzeln aufwarten. Gleichgültig ob Moderator, Politiker oder Manager von Konzernen – egal ob national oder international: Alle haben eine gemeinsame Einleitung: Die Abstammung des Wortes „Krise“!
Diese Chance kann ich mir nicht entgehen lassen und muß auf den Zug aufspringen und mitfahren.

Krise kommt aus dem …

… na ganz sicher nicht! Ich werde mich hüten einer von denen zu sein, die durch Zitieren woher das Wort „Krise“ kommt und was es in welcher Sprache bedeutet brillieren zu wollen! Sie können gerne selber in der Wikipedia nachlesen http://de.wikipedia.org .

D‘rum ist jetzt der Artikel aus!

Und ich habe wieder eine Krise vergeben! Ganz zum Unterschied von Kunden und Politikern, die die Krise genutzt haben. Politiker? Krise genutzt? Die Bankenkrise hat die Politiker weltweit zu einer völlig überraschenden Tat bewegt: Sie haben ohne lange Ausschüsse und Analysen, ohne Befragung von Beratern welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Wähler haben könnte, ohne langes Taktieren und Streiten, im wesentlich mit der Kraft der eigenen Überzeugung das Richtig zu tun das vollbracht, wofür sie weltweit bezahlt werden: Entscheidungen getroffen! – Und zwar die Richtigen.

Und was war mit den Falschen?

Als ich vor ca. 14 Tagen unseren Finanzminister Molterer fragte, warum die Börsegesetzgeber eigentlich das bereits im Jahr 1609 (Tulpenkrise) schon einmal und als Folge des Schwarzen Donnerstag im Jahr zum wiederholten Male 1932 verbotene naked Short-Selling in so großem Stil wieder erlaubt hatten, antwortete er mir, daß er nichts davon wußte, daß Short Selling schon einmal verboten gewesen wäre. (Jetzt ist es schon wieder verboten – wie nach jeder dieser Krisen) – http://de.wikipedia.org/wiki/Short_selling
Meine Interpretation: Das ist wohl durch gut „bewaffnete“ Lobbyisten und Einflüsterer zustande gekommen, die sich davon persönlichen Gewinn erwartet haben wie Anno 1609 Isaac Le Maire.
Was ich nicht verstehe, wahrscheinlich auch weil ich noch nie Aktien besessen habe: Auch wenn Leerverkäufe fallweise einen Sinn haben mögen, im Prinzip verkaufe ich etwas, daß mir nicht gehört. Im allgemeinen Sprachgebrauch und soweit mir bekannt nennt man das im ABGB Betrug – oder liege ich da falsch? Verkaufe ich im normalen Leben einen Anzug, der mir nicht gehört bin ich Betrüger, an der Börse war ich (zumindest bis vor Kurzem) ein bewunderter Spekulant!

Und bitte was hat das mit EDV zu tun?

Nachdem ich mir den Ärger über die kollektive Dummheit zu den Börsenspekulationen zumindest Teilweise von der Seele geschrieben habe, zurück zur Realwirtschaft. Wobei bei Computerprogrammen deren Zugehörigkeit zur realen Welt auch oftmals diskutiert wird. Aber dieses Thema würde wohl vollständig den Rahmen dieser Seite sprengen. Nachdem Software zumindest im betrieblichen Umfeld zu den Investitionsgütern zählt, sind stellen sich ob der möglichen Rezession doch einige Unternehmen die Frage: „Investieren oder nicht Investieren?“

Fix und Foxi hatten schon vor ca. 40 Jahren die Antwort!

Als kürzliche einer unserer Bestandskunden, mit dem wir schon länger an einem neuen Projekt konzipieren anrief, zuckte ich beim Anblick der Telefonnummer in ängstlicher Vorahnung zusammen: „Jetzt wird das Projekt gestoppt!“ – IRRTUM! – Wie auch zahlreiche anderer Kunden folgt auch er dem Leitspruch, den ich vor ca. 40 Jahren in einem Fix und Foxi Heft las: „Spare in der Not, denn da hast Du Zeit dazu!“ oder

Investiere in der Flaute, denn der Aufschwung kommt bestimmt!

Wer es sich auch nur irgendwie leisten kann, sollte sich jetzt Bereit machen für den Aufschwung. Diese Strategie hat viele Vorteile:

1. In Zeiten der Hochkonjunktur hat, getrieben von den Kunden, keiner Zeit für Investitionsprojekte – darum JETZT!.

2. Geldmangel entsteht nur durch mangelnde gesunde (!) Zirkulation, nicht durch zu geringe Geldmenge!

3. Mitarbeiter, die Geld verdienen, haben auch welches zum Ausgeben. Wer sieht, daß sein Unternehmen Investiert, Investiert auch selber.

4. Wenn nicht die gesunden KMUs für die positive Stimmung sorgen, wer dann?

Und wenn das alles zutrifft, dann gibt es keine Krise, sondern NUR Chancen für alle – was ja angeblich laut chinesischen Schriftzeichen und griechischen Wurzeln der Krise gleichbedeutend ist – ooops! Ein krisenreiches 2009 wünscht

Ihr Michael Schober

PS: Wegen der Krise suchen wir Mitarbeiter für unsere betriebswirtschaftlichen EDV-Projekte (auch ERP genannt)!

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